Traum-Chef gewünscht: Wie Mitarbeiter selbst etwas dafür tun können

Es gibt Mitarbeiter, die können ihre Chefes montagmorgens nicht ansprechen, weil diese grundsätzlich schlecht gelaunt in die Woche starten. Oder sie können den Chef auf wichtige Angelegenheiten nur an seinen „guten Tagen“ kontaktieren, um ein Okay zu bekommen. Wie schräg ist das, wenn man die eigene Arbeit an den Launen des Chefs ausrichten muss?
Wie wäre es mit einer neuen Strategie? Wünschen Sie sich nicht nur Ihren Traum-Chef, sondern tun Sie aktiv etwas dafür. Dann gehen diese Wünsche auch in Erfüllung!

Selbstbestimmte Menschen sehen sich niemals als Opfer von Umständen oder ungünstigen Situationen, sondern schaffen es immer wieder, eine Situation selbstverantwortlich zu ihrem Besten zu gestalten und angemessen damit umzugehen.

Wer sein Leben nach den eigenen Wünschen und Zielen ausrichtet, sich nicht für andere verbiegt, der fühlt sich wohl in seiner Haut und hat den richtigen Platz in seinem Leben gefunden.

Drei Fragen, um Ihren Traum-Chef zu bekommen

Frage 1: Was stört mich und was wünsche ich mir von meinem Chef?

Eine Liste sorgt für Klarheit und vor allem Klartext im Gespräch mit dem Chef. Denn Sie haben als Mitarbeiter die Möglichkeit, Ihrem Vorgesetzten ein Feedback zu geben. Schildern Sie aus Ihrer Sicht, was Sie wahrnehmen und wie das Verhalten auf Sie wirkt. Und zuletzt, was Sie sich von Ihrem Chef wünschen. Wenn Ihr Chef einigermaßen selbstreflektiert ist, wirkt es. Wenn nicht, gehen Sie zur Frage 3 über.

Frage 2: Wie gehe ich mit meinem schwierigen Chef um?

Vielleicht stimmen bei Ihnen im Arbeitsumfeld das Team, Aufgaben und die Arbeitsatmosphäre. Nur der Chef ist eben etwas schräg drauf. Dann können Sie an Ihrer Einstellung zu ihm/ihr arbeiten. Welche positiven Seiten hat er oder sie? Was stört Sie insbesondere? Was wäre noch schlimmer?

Frage 3: Was ist mir wirklich wichtig im Job?

Finden Sie für sich heraus, was Ihnen als Mitarbeiter wichtig im Job ist. Sind Sie sich klar darüber, ob Sie sich diesen Chef auf Dauer „antun“ möchten oder ob es sich besser damit lebt, sich auf eine andere Stelle zu bewerben? Sie sind der Regisseur Ihres Lebens –sorgen Sie selbstbestimmt für Ihre Arbeitsqualität.

Ein paar Gedanken zum Abschluss:

 Häufig ist es die eigene Angst, die Menschen davon abhält, etwas für eine Veränderung in ihrem Leben zu tun. Die Angst vor den vermeintlichen Folgen, die Angst vor der Reaktion des Gegenübers oder auch die Angst vor Jobverlust. Die Angst davor, den gestarteten Weg nicht zu meistern.

Menschen, die von Angst gesteuert sind, bringen unbewusst viel Kraft auf, um mögliche nächste Schritte zu vermeiden. Zum Beispiel werden unangenehme Themen beim Chef doch nicht angesprochen geschweige denn geklärt; anstehende Gespräche werden verschoben. Die schlechte Sitation wird unbewusst umbewertet „Naja, so schlimm ist es auch wieder nicht!“. Die Krux dabei ist, dass gerade diese Vermeidungsstrategien häufig zu tatsächlichem Stress und Unzufriedenheit führen.

Das Wissen und der Umgang mit den eigenen Gefühlen (also auch mit der Angst) ist ein wichtiger Schritt, um einer selbstbestimmten Lebensführung eine gesunde Grundlage zu geben.

Ganz dem Motto „ich mache es so, wie ich will“.

Seien Sie Pippi und nicht Annika!

In diesem Sinne: viel Freude beim SELBSTbestimmten Tun oder Lassen!

Herzlichst,

Ihre Ilka Piechowiak